Grund und Boden: Fundamente einer Landschaft

Interdisziplinäres Landschaftspleinair, 9. – 15. Juli 2011 • Oderbruch

Veranstalter:
Akademie für Landschaftskommunikation e.V.
www.oderbruchpavillon.de

unterstützt durch:

IALE – D (International Association for Landscape Ecology, Sektion Deutschland)

Boden Nährstoff Schadstoff Erde bodenlos
Bodenreform bodenständig Schweiß Pflug
Bodenbörse Fläche Spekulation Fäulnis Zersetzung
Humus Bodenschatz Minen Bodengüte Wurzeln
Besitz Feuchtigkeit Fruchtbarkeit Fruchtfolge Ertrag
Geschichte Pacht Mineralisierung Devastierung
Degeneration Ackerzahl schwer leicht fett
Versiegelung Melioration Segen Salz Schichten Gülle
Flur Krume Scholle Poren Kapillaren Bodenhaftung
Struktur Aufbau Ansprache Regenwürmer Profil
pH-Wert Dreck Leben Blut Grundwasser Horizont

Das Thema:
Grund und Boden sind die Fundamente jeder Landschaft. Sie ermöglichen das Leben im Naturraum und geben die Spielräume für seine Nutzung vor. Auf dem Boden wird gebaut, er ist Eigentum und Gegenstand harter Auseinandersetzungen über seine Bewirtschaftung. Eine Vielzahl an kulturellen Perspektiven ist deshalb auf den Boden gerichtet. Auch in Fachkreisen ist die Bedeutung des Bodens bekannt und viele Ökologen gehen davon aus, dass die weltweite Vernichtung fruchtbarer Böden eine der größten Gefahren der Zukunft darstellt. Gleichwohl wird der Boden im politischen Diskurs seit Jahrzehnten nur wenig beachtet. Das liegt vor allem daran, dass die interessanten Dinge an diesem Thema so schlecht wahrzunehmen sind: Weder das Bodenleben noch die an Grund und Fläche geknüpften Interessen sind für die menschlichen Sinne leicht zu erkennen. Ziel des Pleinairs ist es daher, einige der zentralen Fragen, die mit dem Boden verküpft sind, zu thematisieren, sie sicht- und hörbar zu machen.

Arbeitsweise:
16 Künstler, Ökologen, Kulturwissenschaftler, Planer und Landschaftsbauer arbeiten gemeinsam im Oderbruch an der Vielfalt der Perspektiven zum Thema Grund und Boden. Verschiedenste Materialien, Daten und Informationen werden genutzt und verknüpft.
Die Ergebnisse werden auf einem Stück Ackerland im Oderbruch in Form einer Freiluftinstallation gestaltet und öffentlich präsentiert.

Teilnehmer:
Dr. Kenneth Anders | Landschaftskommunikation | Oderbruch
Lars Fischer | Landschaftskommunikation | Eberswalde
Jens Kleber | Garten- und Landschaftsarchitektur | Berlin
Anne Kulozik | Landschaftsentwicklung | Osnabrück
Helmut Lemke | sound art | Lancashire, GB
Prof. Dr. Roman Lenz | Landschaftsökologie | Nürtingen
Prof. Dr. Felix Müller | Landschaftsökologie | Kiel
Kerry Morrison | Environmental Art | Lancashire, GB
Antje Scholz | Installation, Grafik, Malerei | Oderbruch
Klaus Scholz | Wasser- und Landschaftsbau | Oderbruch
Prof. Dr. Uta Steinhardt | Landschaftsökologie | Eberswalde
Prof. Verone Stillger | Landschaftsplanung | Osnabrück
Almut Undisz | Landschaftskommunikation | Oderbruch
Prof. Hubertus v. Dressler | Landschaftsplanung | Osnabrück
Christiane Wartenberg | Rauminstallation | Oderbruch
Prof. Dr. Hubert Wiggering | Landschaftsökologie | Müncheberg

Den Rahmen
des Pleinairs bildet der Oderbruchpavillon, eine seit 2004 realisierte Landschaftswerkstatt, in der Methoden der Landschaftskommunikation exemplarisch für die
Regionalentwicklung erprobt werden. Die Ergebnisse des Pleinairs werden im Oderbruchpavillon dokumentiert.

Kontakt: k.anders@oderbruchpavillon.de

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